Mikhail Agafonov

Mikhail Agafonov wurde in Moskau geboren und studierte an der dortigen Lunatscharski-Akademie für Theaterkunst. Nach seinem Diplom 1993 wurde er als Solist an das traditionsreiche Bolschoi Theater engagiert und gestaltete dort Rollen wie Lenski, Lykov (DIE ZARENBRAUT), Rodolfo (LA BOHEME), Alfredo, Faust und Pollione. 1995 gewann er den ersten Preis bei gleich zwei bedeutenden russischen Gesangswettbewerben und wurde im folgenden Jahr fest an die Wiener Volksoper verpflichtet, wo er neben Nemorino auch zahlreiche Operettenpartien wie Sou-Chong und Barinkay sang.

Gastspiele führten Mikhail Agafonov bereits zu dieser Zeit als Sänger (DER ROSENKAVALIER) an die Wiener Staatsoper, als Pollione an die Königliche Oper Stockholm und die Berliner Staatsoper sowie als Astrologe (DER GOLDENE HAHN) an die Royal Opera Covent Garden. Es folgten Pollione an der Berliner Staatsoper und der New Israeli Opera Tel Aviv, Rodolfo an der Bayerischen Staatsoper München und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, Pinkerton an der Deutschen Oper Berlin, Manrico am Aalto Theater Essen sowie Dick Johnson an der Florida Grand Opera.

Regelmäßig zu hören ist er an der Canadian Opera in Toronto, so als Riccardo, Calaf, Rodolfo (LUISA MILLER) und Don Carlo. Als Konzertsänger ist er unter anderem in der Alten Oper Frankfurt und der Essener Philharmonie aufgetreten.

2001 bis 2009 war Mikhail Agafonov Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim und interpretierte dort zahlreiche Partien des lyrischen und Spinto-Fachs, darunter Duca, Radames, Assad (DIE KÖNIGIN VON SABA), Cavaradossi, Ismaele, Turridu, Canio, Don Alvaro, Aeneas und die Titelrolle in ANDREA CHENIER.

2008/2009 standen Bacchus in einer Neuproduktion von ARIADNE AUF NAXOS, Erik, Luigi (IL TABARRO) und Stewa in Mannheim, sowie Gabriele Adorno in Toronto und Cavaradossi an der Opéra National de Paris auf dem Programm. 2009/2010 sang Mikhail Agafonov Andrea Chénier und Riccardo in Helsinki, Cavaradossi an der Semperoper Dresden, Pinkerton in Antwerpen und Gent und gab sein Rollendebüt als Verdis Otello in Mannheim. Zukünftige Projekte umfassen Andrea Chénier am New National Theatre in Tokio sowie sein Rollendebüt als Lohengrin.

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